Symposium zur Prävention von Missbrauch und Gewalt im Alltag der Erziehungshilfe - Zu nahe ist zu weit


Den aktuellen Veranstaltungskalender der Diakonie Österreich mit interessanten Veranstaltungshinweisen finden Sie auf http://www.diakonie.at/goto/de/presse_service/termine
Symposium zur Prävention von Missbrauch und Gewalt im Alltag der Erziehungshilfe - Zu nahe ist zu weit

AUSGEBUCHT!
Jeder Mensch entwickelt aufgrund frühkindlicher Erfahrungen mit engen Bezugspersonen bestimmte Bindungsmuster.
Ergebnisse der Hirn- und Verhaltungsforschung in den letzten Jahrzehnten bestätigen den Zusammenhang dieser Bindungserfahrungen mit der Gehirnentwicklung des Kindes.
Sichere Bindung, Zuwendung und Zärtlichkeit in der frühen Kindheit fördern Hirnwachstum und somit Lernen, Ausdauer und soziale Kompetenzen. Vernachlässigung, Traumata und unsichere Bindungen hemmen das Lernen, machen Angst und erschweren soziale Beziehungen.
"Mittels Liebe und Fürsorge lernen Kinder sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden. Ohne diese Liebe und Fürsorge indes werden sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, verwahrlosen und verpassen nicht selten die Chance zu selbständigen Mitgliedern unserer Gesellschaft heranzuwachsen" (Posititonspapier der GAIMH – German Association of Infant Mental Health)
Mit diesem Symposium zeigen wir, welche Auswirkungen unterschiedliche Bindungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen auf die Arbeit von PädagogInnen, TherapeutInnen, FrühförderInnen, ÄrztInnen haben. Gleichzeitig sollen Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung aufgezeigt werden und die Chancen und Interventionsmöglichkeiten für das gesamte heilpädagogische Spektrum beleuchtet werden. Nur durch einen Mehrwert von Beziehungsgestaltung in Frühförderung, Kindergarten, Schule, Hort und Therapie kann Lernen gelingen.
Die heilpädagogische Gesellschaft Oberösterreich, die pädagogische Hochschule Oberösterreich, das Diakonie Zentrum Spattstraße und weitere Kooperationspartner freuen sich, die namhaftesten Experten des deutschen Sprachraums zu diesem Thema (Joachim Bauer, K.H. Brisch, H. Julius) in Linz begrüßen zu dürfen.
Das Symposium ist bereits ausgebucht. Leider sind keine Anmeldungen mehr möglich.
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Es sind besondere Problemlagen und Einzelfälle von Kindern und Jugendlichen, die in der Fachliteratur und Umgangsprache als "auffällig geworden", "krank", "schwer erziehbar", "verhaltensgestört", "verrückt" bzw. "schwierig" bezeichnet werden. Bei ihnen treten nicht nur pädagogische Probleme auf, sondern es sind auch psychische oder psychosoziale Ursachen für "schwieriges" Verhalten anzunehmen. Es ist bestimmt nur eine kleine Zielgruppe. Diese Kinder und Jugendlichen gelten jedoch als die „Schwierigsten“, sie kosten viel Zeit, Kraft und Nerven und leiden zumeist selbst sehr an sich und ihren Beeinträchtigungen.
Wenn ihnen nicht frühzeitig adäquat geholfen wird, wird ihre gesunde seelische und soziale Entwicklung empfindlich behindert, ein selbstbestimmtes Leben auf einer soliden Basis rückt in weite Ferne.
Diese Kinder und Jugendlichen werden noch zu häufig zwischen den beteiligten Institutionen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendwohlfahrt hin- und hergereicht, mit den Folgen, dass sie Beziehungsabbrüche statt kontinuierlicher Betreuung erleben oder phasenweise sogar gänzlich ohne sozialpädagogische oder therapeutische Unterstützung bleiben.
Mit dem Symposium „Kinder und Jugendliche - zwischen Jugendwohlfahrt und Psychiatrie“ haben das Diakonie Zentrum Spattstraße und die Diakonie Kärnten die fachliche Auseinandersetzung zu diesem wichtigen Thema praxisnah gefördert.
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